Sascha Schierloh

Der gebürtige Hamburger Künstler Sascha Schierloh unterhielt in den 90er Jahren auf dem Offenen Kanal die Hörfunksendung Radio Phlapuemind, in der er einen offenfragwürdigen Mix aus zu dieser Zeit aktuellem fiesen Komponistenschlager, experimentellen Noiseworkouts und Death Metal anbot. Eine Studiorunde Geländewagen-Supertrumpf-Quartett bei angeschaltetem Mikrofon ersetzte schon mal, wie sie sich eigentlich für einen reglementierten Bürgerfunk geziehmt, eine anständige Moderation.

Da ihn ungebetenerweise immer Promopakete erreichten, auf denen ein mit Todessascha bekritzeltes Postit-Zettelchen prangte, war er redaktioneller Leiter der Death Metal-Tonträger-Rubrik „Trashpussywimpshit“ des INTRO-Magazins.

Sein straffes klangliches Idolekorsett zu der Zeit (und bis heute) beinhaltete Aphex Twin, Bunker Records & Genocide Organ und aus stumpfen Kopiismus entstanden bald die ersten, unter anderem mit einer TR505 Rhythmusmaschine, welche einen Yamaha SU10-Minisampler antriggerte, erarbeiteten Musikproduktionen. Diese konnten daraufhin das interessierte Gehör von Labelhäusern wie Dhyana, 555 oder Playmade erhaschen.

Herr Schierloh leitet seit 2003 das Label Little Brutal Rave Bastards Records, auf dem bisher die Vinyltonträger Little Brutal Rave Bastards Series Vol. 3 & 5 erschienen.

Unterdies plant er, mit Netbook und Billig-Plastik-Controller bewaffnet, die elektronischen Tanzflursegmente dieser Welt zu beschallen und zum Rocken zu bringen. Ernst gemeinte Bookinganträge (also keine „Ey, spiel ma bidde softer!“-Dödel-Clubbesitzer…) bitte gerne unter little-brutal-rave-bastards.restorm.com entrichten.


Veröffentlichungen von Sascha Schierloh auf KONZERN:

Sascha Schierloh – Pegel Freeze EP (KON3)


Eine Antwort auf “Sascha Schierloh”

  1. miss cholera 21. März 2013 at 22:39 # Antworten

    Ach Sascha, wie schön was von Dir zu hören und zu sehen, daß Du Dir treu geblieben bist – Pegelfreeze eben.
    meldet gerührt die Lautstegelreglerin

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